Man sollte die familie nicht vernachlässigen, vor allem nicht die leute aus der familie die man wirklich mag, also rief ich vor gut einem monat meine cousine an, wir könnten ja wiedermal fortgehn, ratschen, … es gab ja so einiges zu berichten, oder besser zu beklagen. Unglücklicherweise wohnt sie in der selben stadt wie er und es könnte sein, dass wir uns beim fortgehn begenen. Da er mich schon als bessen tituliert hat, wollte ich das nicht. Sonst hiese es noch, ich hätte dieses treffen provoziert. Ich brach das schweigen, und schrieb ihm, dass ich den ganzen tag in linz sein würde, dieses und jenes erledigen und abens fort, und wo, damit er mir nicht begenen muss. 2 monate hatten wir uns jetzt nicht mehr gesehn. Ich war gut drauf an dem tag. Kino, shoppen, fortgehn, das wissen, dass man begehrt wird tat das seinige und das man immer noch freunde hat, obwohl man in letzter zeit wirklich nicht umgänglich war… ja es sollte ein wirklich schöner und sehr entspannter tag werden. Ach, das man sich so irren kann! Schon wieder!
Ein sms kommt zurück: willst du dich mit mir treffen?
Kein ruhiger tag, keine gute laune, oder doch? Ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte? JA! Um himmels willen JA! Ich wollte den mensch den ich über alles liebe wieder sehn, nach so langer zeit. Aber was würde das heissen, dieses treffen… nicht zu viel nachdenken. Es war ein anfang, ein nächster schritt, egal wohin.
Möglichst neutral fragte ich, ob er mich denn sehn wollte und die antwort… er liebe mich über alles und er vermisse mich so sehr und ja, auch r wolle mich endlich wieder sehn. In ein paar stunden würden wir uns sehn. Öffentlich, aber alleine, nur wir 2. Vorher noch mit einer freundin ins kino, sie haben mir alle so sehr beigestanden, da versetzt ich sie doch ned, auch wenn ich sterben hätte können.
Ich steh beim lentos und warte und da ist er… er läuft an mir vorbei, in 2 monaten kann man sich anscheinend sehr verändern und doch, für mich war es irgendwie als wäre keine zeit vergangen… am anfang war es so, wie man es sich vorstellt, mehr als ein hallo brachten wir nicht heraus, aber dann umarmten wir uns. Es tat so gut. Ihm rannen die tränen über die wangen. Ich weinte nicht, ich war zu nervös zum weinen und außerdem hatte ich in den letzten 2 monaten genug geweint. Wir fingen an uns zu unterhalten, wir hatten uns ja lange nicht gesehn und etwas mehr als eine woche gar keinen kontakt. Ich erzählte ihm, dass es mir in dieser woche besser ging, dass ich mich auf ein paar single seiten angemeldet hatte und auch so ein wenig flirtete, dass ich anscheinend begehrt war. Er meinte, ich sei auch eine wunderschöne frau, jetzt mehr denn je (aber in den augen eines liebenden ist jeder schön) dann fragte er wie nebenbei mit einem leichten grinsen: hast du einen freund?
Die frage machte hat mich stutzig, verwirrte mich ein wenig.
„NEIN natürlich nicht!“ was sollte diese frage? Ich gehörte ihm, mit haut und haaren. Mein herz wie mein körper. Wieso um alles in der welt sollte ich einen neuen freund haben??? und ohne irgendeinen bösen gedanken, nur der vollständigkeit halber fügte ich hinzu: „ du etwa?“
Antwort: „ja…“
Ich glaube mein gehirn war noch nie so leer wie in diesem moment.
Ich: und was hast du mit ihr bis jetzt gemacht?
Er: sie ist meine freundin
Ich: also alles.
Die frage hätt ich mir eigentlich sparen können, aber wonn scho donn scho.
Aha, er hatte also eine neue freundin. Intressant.
In mir rührte sich nichts.
Er: aber mit ihr zusammen zu sein hat mir wieder klar gemacht, was ich an dir hatte. Ich liebe sie nicht, ich liebe nur dich, und das weis sie auch, aber es ist ihr egal. Du bist einfach die perfekte frau für mich. Ich will mein leben nur mit dir verbringen.
Oh wie schön, dass er so ehrlich zu ihr ist. In mir rührte sich noch immer nichts aber mein hirn meldete sich schön langsam wieder. Und es sagte mir, hm… er hat eine andere berührt, geküsst, mit ihr geschlafen und es tut nicht weh. An und für sich sind wir ja getrennt, anscheinend ist es mir egal, er sagt ja, dass er nur mich liebt, und das ist doch was gutes… so sprach mein hirn.
Er wolle zwar mein leben mit mir verbringen, aber … und dann zählte er jede menge dinge auf, die dazwischen stehen könnten, uA dass ich in so weit weg studiere (1 ¼ stunden mim zug) und dass er keinen kontakt mehr zu meiner mutter will… für mich keine unüberwindbraren probleme, ich zählte konstruktive lösungsvorschläge auf, außerdem liebe ich ihn ja. Ich bin durchaus bereit etwas auf mich zu nehemen um mit ihm zusammen zu sein, pendeln und ähnliches.
… und die wichtigste frage überhaupt, er hatte mich betrogen, mehrmals… das erste mal im suff und dann auch nüchtern. Wie denke ich darüber, was fühle ich, will ich ihn noch?
Was ich fühlte: nichts; was ich denke: wir sind ja gerade nicht zusammen und es ist ein fehler in einer schweren zeit, da steh ich drüber; will ich ihn: ja sicher, ich liebe ihn doch.
Dann meinte er noch, an all dem sei größtenteils seine ex freundin schuld. Mit ihr wäre es immer so schwer gewesen und mit mir… ich war immer so unkompliziert, so stark, wusste für alles eine lösung, kam mit allem klar, war so perfekt für ihn und er wollte perfekt für mich sein und war deshalb mein lakei, und das war er so gerne, darum wollte er keine entscheidungen treffen, weil er mich zu nichts zwingen wollte aber das geht auf dauer nicht und deshalb sei es zu all dem gekommen.
Ich meinte nur: warum kann er nicht einfach glücklich sein mit mir? Solange wir uns lieben, ließe sich der rest doch regeln… und das nahm er nach langem hin und her, mehr oder weniger an.
Wir hatten also noch eine zukunft, ich fühlte noch immer nichts. Dann plauderten wir über dieses und jenes. Wir hatten uns ja nicht nur geliebt sondern auch immer sehr gut verstanden, wir verstnaden uns auch jetzt sehr gut und nach ug 3 stunden ging wieder jeder seines weges. Er meinte noch, jetzt wo er sah wie erwachsen ich mit der ganzen situation umginge würde es gar nicht mehr lange dauern, bis wir wieder ein paar sind. Dieses gespräch hätte ihm sehr geholfen.
Er meinte auch, er wollte schon so oft wieder zurück kommen, doch immer genau davor sagte ich wieder irgendwas, was ihn zurückwarf. Intressant wie ich das immer zu wissen schien. Also eigentlich war ich ja selber schuld, dass es so weit gekommen war. Ich hätte ja nur brav meine klappe halten sollen… so in der art. Wir umarmten uns und küssten uns unschuldig auf den mund, dann gingen wir. Er fort, ich zu meiner cousine und dann fort.
Auf dem weg zu meiner cousine wurde mir ein wenig mulmig und ich ersuchte ihn ganz höflich, dass ich ihm seinen fehler zwar verzeie, aber das es ganz nett wäre, wenn er das ab jetzt bitte wieder lassen würde ( ich habs wirklich so geschrieben) zurück kam, dass ich nicht versuchen sollte ihn zu kontrollieren. Ich meinte darauf, es war ja nur eine bitte…
Beim fortgehn war ich zugegebenr maßen nicht die stimmungskannone schlecht hin, ich erzählte von meinem leid und dem betrug aber auch, dass mich freue wenn wir wieder zusammen sind. Natürlich sagten alle, dass ich ihn vergessen soll, dass das gelinde gesagt ziemlich scheise war was er aufgeführt hat…
Was mich zu der intressanten frage führt, wissen dumme menschen, wie dumm sie sind? Ich glaube sie ahnens aber wissen tuns sies nicht wirklich und so, oder so ähnlich verhielt es sich auch mit mir.
Wir waren fort, dann hab ich bei meiner cousine übernachtet, dann heim gefahren, schuhe ausgezogen, tür hinter mir zu gemacht. Ich war allein daheim.
Einen markerschütternden schrei ausgestoßen, auf mein bett gefallen und weiter geschrien/geweint.